Mit Kreppband, Laser und Sketches legen wir gedachte Linien, prüfen Türschwenk, Sockelhöhen und Heizkörperabstände. So entstehen klare Daten für korrekte Korpustiefen, greifbare Ergonomie und clever überlagerte Funktionen, die später als nahtlose Einbauten erscheinen, statt improvisierte Möbelkompromisse zu bleiben.
Keine Wand ist wirklich gerade: Wir berücksichtigen Hohllagen, Putzschwankungen und Setzrisse, definieren Schattenfugen, justierbare Sockel und Montagespiel. So schließen Fronten exakt, Schiebetüren laufen ruhig, und Fugenbilder bleiben harmonisch, auch wenn das Gebäude deutlich anderer Meinung ist.
Capsule-Wardrobe statt Kleidungsexplosion, versteckte Haushaltshelfer statt wilder Kabel: Prioritäten schaffen Platz. Wir übersetzen Wünsche in messbare Fächerhöhen, Gewichtsgrenzen und Zugriffsroutinen, damit seltenes hoch wandert, Alltägliches ergonomisch bleibt, und jede Entscheidung spürbar mehr Leichtigkeit im Alltag erzeugt.
Der tote Raum über Zargen und entlang der Deckenlinie trägt überraschend viel. Mit leichten Klappen, Gasdruckfedern und tiefenreduzierten Korpussen schaffen wir wendige Stauraumflügel für Saisonales. Farben in Wandton lassen die Möbel zurücktreten und den Raum höher, klarer, entspannter wirken.
Wo früher Staub lebte, entsteht heute Lieblingsplatz: Verkleidungen mit Luftschlitzen, tiefe Fensterbänke als Lesebänke und Nischen mit Polsterkissen verbinden Komfort und Stauraum. Unter der Sitzfläche verschwinden Decken, Magazine, Brettspiele – und der Blick nach draußen bleibt die große Bühne.
Pfostenbreite? Reicht. Mit nur 25 bis 30 Zentimetern Tiefe entsteht erstaunlich viel Ordnung: ausziehbare Vorratsrahmen, Putzschrank mit Lochplatte, Schuhrollen. Fronten bündig mit der Wandkante lassen Technik leise atmen und geben dem Raum eine geordnete, elegante Kontur.