Weniger Fugen bedeuten weniger visuelle Unterbrechungen und leichteres Reinigen. Wähle Großformate mit schmalen, farblich passenden Fugen und plane Sockelhöhen durchlaufend. Vertikale Verlegung streckt, horizontale verbreitert. In der Dusche funktionieren Fliesen mit rutschhemmender Klassifizierung, während Wandflächen leicht seidenmatt glänzen dürfen. Denke an abgerundete Kanten, damit das Auge weicher gleitet und die Hand beim Putzen nicht hängen bleibt.
Teak, Zeder oder thermobehandeltes Eschenholz vertragen Feuchtigkeit, wenn gut versiegelt, und bringen Spa-Assoziationen. Hellgrauer Kalkstein oder Travertin wirkt erdend und zeitlos. Setze Naturmaterialien gezielt an Berührungspunkten: Waschtischauflage, Duschbank, Handtuchablage. Ein Materialleitfaden mit zwei Hauptmaterialien und einem Akzent vermeidet Unruhe. Pflegeöle und seifige Reiniger erhalten Patina, die mit der Zeit Charakter statt Abnutzung zeigt.
Mikrozement, mineralische Putze und fein strukturierte Tapeten (speziell für Feuchträume) geben Wärme, ohne Volumen zu brauchen. Kombiniere matte Wände mit satinierter Keramik am Waschtisch, sodass Wasserflecken weniger sichtbar sind. Eine taktile Hierarchie lenkt Fingerspitzen und Aufmerksamkeit: glatt dort, wo gereinigt wird, weich dort, wo man verweilt. Diese stille Choreografie verstärkt das Gefühl eines behutsamen Rückzugs.